Die Anorexie ist der medizinische Fachbegriff für Appetitlosigkeit. Die Magersucht (Anorexia nervosa), ist eine- eine psychisch bedingte- Sonderform der Anorexie.
Bei Anorexie kommt es zum Verlust des Appetits bzw. des Verlangens nach Nahrung. Bei länger andauernder Anorexie lässt das Hungergefühl nach und es kommt zu schwere, lebensgefährlichen körperlichen Schäden. Anorexie führt zu Mangel an Nährstoffen mit Abbau von Körpergeweben (Katabolismus), Abmagerung (Inanition) bis hin zum Marasmus (Energie- und Proteinmangel) oder zur Kachexie (krankhaft starke Abmagerung).
Die Arteriosklerose ist eine chronische Erkrankung der Arterien, die zur Verengung der Gefässlichtung, sowie zur Verdickung, Verhärtung und zum Elastizitätsverlust der Arterienwand führt.
Arterien haben im Gegensatz zu den Körpervenen die Fähigkeit, wie ein Gummiband auf die mit jeder Pulswelle geförderten Blutmenge und ihren Blutdruck elastisch zu reagieren.
Über die Jahre kommt es in den Arterien zur Ablagerung von Blutfetten, Blutgerinnseln (Thromben), Bindegewebe und Kalk. Dies erschwert in den betroffenen Gefässregionen den Blutdurchfluss und vermindert die Flexibilität der betroffenen Schlagadern.
Arteriosklerose ist ein natürlicher Alterungsprozess, der jedoch durch Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Rauchen und andere Risikofaktoren beschleunigt wird . Sie verläuft oft über lange Jahre unbemerkt und ohne besondere Symptome hervorzurufen. Kommt es aber zu hochgradigen Einengungen der Gefässe oder gar zu Verschlüssen - am Ort der Einengung oder durch einen fortgeschwemmten Thrombus anderswo -, dann resultiert meist eine Funktionseinschränkung bis hin zum tödlichen Herzinfarkt oder Hirnschlag.
Die Arteriosklerose ist altersabhängig und bei Menschen über 80 Jahren praktisch immer vorhanden. Durch ihre Folgekrankheiten ist sie die häufigste Todesursache in den entwickelten Ländern der Erde.
Bisphosphonate sind Medikamente zur Behandlung der Osteoporose. Sie sind zur Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen, des Morbus Paget und der tumor-assozierten Hyperkalzämie zugelassen.
Bisphosphonate haben eine hohe Affinität zur Knochenoberfläche, insbesondere im Bereich der so genannten Resorptionslakunen. Sie hemmen die Osteoklasten und führen dadurch zu einer verminderten Knochenresorption.
Bulimie ist eine in der heutigen Zeit sehr häufige psychische Krankheit. Wie die Magersucht (Anorexie) ist auch die Bulimie eine Störung des Essverhaltens. Während eine Anorexie-Patientin durch extreme Diäten ihr Gewicht verringern will, äussert sich die Bulimie durch regelmässige Essattacken samt nachträglich selbst provoziertem Erbrechen respektive Missbrauch von Abführmitteln.
Das Wort Bulimie heisst sinngemäss übersetzt «Hunger wie ein Stier»: Es setzt sich aus den griechischen Wörtern «Bous» (Bulle oder Stier) und «Limos» (Hunger) zusammen.
Während eines Essanfalls werden grosse Mengen an Nahrungsmitteln verzehrt. Die Betroffenen erleben bei solchen Anfällen einen eigentlichen Kontrollverlust: Sie haben das Gefühl, mit dem Essen nicht mehr aufhören zu können respektive die verspiesenen Mengen nicht im Griff zu haben.Durch den Essanfall wird dem Körper massiv mehr Energie zugeführt, als er benötigt. Um die absehbare Gewichtszunahme zu verhindern, zwingen sich die Patientinnen danach selber zum Erbrechen. Verhindern lässt sich die Gewichtszunahme auch durch strikte Diäten oder übermässig viel Sport.
Die Knochendichtemessung ermöglicht die Erkennung einer Osteoporose und die Kontrolle des Erfolges bei einer allfälligen Therapie.
Es gibt mehrere Verfahren, um die Knochendichte zu bestimmen. . Als genauste Methode hat sich die Doppelröntgen-Absorptiometrie (DXA, dual energy X-ray absorptiometry) durchgesetzt. Sie gilt in der Fachwelt als das aussagekräftigste und genauste Verfahren um die Osteoporose möglichst frühzeitig zu erkennen.
Standardmässig wird die Messung an zwei Lokalisationen vorgenommen: linkes Hüftgelenk / Lendenwirbelsäule (bei speziellen Indikationen sind auch Vorderarm und ganzer Körper möglich). Die Untersuchung ist für den Patienten absolut schmerzlos und dauert ca 15-30 Min.
Kyphoplastie ist eine neuartige Operationsmethode, welche bei Osteoporose-Patienten mit Wirbelbrüchen zur Anwendung kommt. Das Verfahren ermöglicht eine Stabilisierung des gebrochenen Wirbels, indem Bio-Zement an die betroffene Stelle eingespritzt wird.
Bei der etwa einstündigen Operation wird dem Patienten dazu mittels einer Kanüle ein Ballonkatheter eingeführt. Um den Wirbel wieder auf zu richten, wird über ihn Kontrastflüssigkeit in den betroffenen Bereich des Knochens gespritzt.
Der auf diese Weise entstandene Hohlraum wird danach mit Bio-Zement aufgefüllt. Diese aus Hydroxylapatit, einem natürlichen Baustoff unserer Knochen, bestehende Substanz, stützt dann das angegriffene Gewebe.
Derzeit wird die „Kypholastie“ nur an der Heidelberger Universitätsklinik angewandt. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Doch die Mediziner besitzen noch keine Langzeiterfahrungen im Umgang mit der neuen Methode. Ob der Bio-Zement bald auch in anderen Kliniken zum Einsatz kommen wird, ist daher unklar.
Der Oberschenkel-Knochen besteht aus dem langen Schaft und dem kurzen Hals, der die Kugel des Hüftgelenks trägt. In diesem Halsbereich ist der Knochen nicht besonders stark.. Bei zunehmender Entkalkung (Osteoporose) im Alter steigt daher das Risiko eines Bruchs stark an.
Auslöser für den Oberschenkelhals-Bruch sind oft banale Stürze, etwa über einen Bordstein oder auf Glatteis. Gefürchtet sind diese Brüche vor allem wegen der langen Zeit der Behandlung nach Operation und der hohen Wahrscheinlichkeit, dass Komplikationen auftreten.
Rauchen ist deshalb ein Risikofaktor auch für Osteoporose, weil Rauchen die Knochen durch mangelnde Versorgung des Knochengewebes schädigt. Der jährliche Knochenverlust ist bei Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern.
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