In der Regel sorgen spezielle Knochenzellen für den Auf- und Abbau des Knochens. Denn der Knochen ist kein totes Gewebe. Im Gegenteil: Er lebt und baut sich stetig um – im Verlauf eines Lebens erneuert sich das Skelett sogar mehrmals.
Ab dem 25. Lebensjahr sind die Zellen, welche die Knochen aufbauen und die Zellen, welche die Knochen abbauen, normalerweise im Gleichgewicht. Diese Balance kann aber durch verschiedene Einflüsse gestört werden, und es kann zu einer Osteoporose kommen
Etwa ein Drittel der Osteoporose-Patienten weiß noch gar nichts von der eigenen Erkrankung.
Lange entstehen keine Symptome, da der langsam fortschreitende Knochenabbau an sich keine Beschwerden verursacht. Die Wirbelkörper können schleichend und fast schmerzlos zusammensintern, d.h. weiter einbrechen, und damit die Körpergröße um fünf bis zehn Zentimeter in einem Jahr verringern.
Die mit Osteoporose häufig eingehende Verformung der Wirbelsäule wird im Volksmund auch Witwenbuckel genannt.
Erst die atypischen Knochenbrüche gehen mit Symptomen einher.Häufig entstehen die Knochenbrüche, die bevorzugt an den Wirbelkörpern in der unteren Hälfte des Rückens auftreten, aufgrund von nur leichten Stössen oder gar ohne erkennbare Ursache. Auslöser können das Anheben von Lasten, das Abrutschen von einer Stufe oder Ausrutschen sein
Die durch einen Wirbelbruch entstehenden Schmerzen werden als diffuse, schlecht lokalisierbare Schmerzen in der Tiefe der Wirbelsäule empfunden.

Röntgenbild einer Patientin mit Oberschenkelhalsbruch links aufgrund einer Osteoporose.
Aufgrund der Osteoporose ist auch die Gefahr eines Bein- oder Armbruchs höher. Vor allem der gefürchtete Oberschenkelhalsbruch ist eine einschneidende Verletzung, die bei älteren Patienten häufig zu schweren Komplikationen bis hin zur Invalidität und Tod führt.
Die Ursache der Osteoporose ist eine Störung des Knochen- und Calciumstoffwechsels. Diese zur Osteoporose führende Stoffwechselstörung bringt aber auch noch ganz andere Risiken mit sich. Patienten mit einer Osteoporose, insbesondere Patienten mit osteoporotischen Wirbelkörper- oder Schenkelhalsfrakturen haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung), was zu früh auftretenden Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen kann. Daher sollte bei Patienten mit Osteoporose immer durch einen Internisten abgeklärt werden, wie hoch das individuelle Risiko ist, eine Gefäßerkrankung zu entwickeln.
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